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8.3.2010: Auszug aus dem Gesundheitsreport 2010 der DAK (Quelle RP / APN)

 

20 Mio. Berufstätige schlafen schlecht
 

Etwa jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland fühlt sich von Schlafproblemen betroffen. Fast 40 Prozent dieser rund 20 Mio. Menschen sehen besonderen Stress und Belastungen als Hauptursache, wie es im Gesundheitsreport 2010 heisst, den die Krankenkasse DAK in Berlin vorgestellt hat.
 

Auslöser seien oft Konflikte am Arbeitsplatz, die sich wegen der Wirtschaftskrise verstärkt hätten. Knapp 10 Prozent leiden unter schweren Schlafstörungen: Sie schlafen mehr als dreimal pro Woche schlecht und quälen sich stark übermüdet durch fast jeden Arbeitstag. Für die repräsentative Studie hat die DAK rund 3000 Arbeitnehmer im Alter von 35 bis 65 Jahren befragt. Jeder Vierte grübelt Nachts über Ängste und Sorgen. Schichtarbeit und Jobs nach 20 Uhr plagen jeden fünften Befragten bei der Nachtruhe.
 

"Durch immer flexiblere Arbeitszeiten kommen viele Nachts nicht mehr zur Ruhe" sagte DAK Chef Herbert Rebscher. Als weitere Ursachen für Schlafstörungen nennen die Betroffenen Schmerzen und Lärm. Aus den Krankmeldungen der DAK - Versicherten geht hervor, dass das Problem zunimmt. 2009 liessen sich den Angaben zufolge 61 Prozent mehr Menschen wegen Ein - und Durchschlafstörungen krankschreiben als vier Jahre vorher. Allerdings melden sich nur zwei bis drei Prozent der Beschäftigten aus diesem Grunde krank.

Menschen mit Schlafproblemen gehen häufig nicht zum Arzt, sondern besorgen sich freiverkäufliche Medikamente. Laut Studie hat mehr als jeder Siebte schon einmal ein Schlafmittel genommen, weniger als die Hälfte davon auf Verordnung des Arztes. Dabei erhöhe ein chronisch schlechter Schlaf das Risiko für Depressionen und Angststörungen.


 

26.3.2010: Gute Nacht, Schlafstörungen!

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15.4.2010: Schlafstörungen sind verkannte Volkskrankheit (Quelle: DAK)

 

Schlafstörungen sind aus Sicht der Krankenkasse DAK zu einer verkannten Volkskrankheit geworden. Im betrieblichen Krankenstand zeige sich diese Tendenz zwar noch nicht, doch die Zahl der Fälle von Arbeitsunfähigkeit wegen Ein- und Durchschlafstörungen seien seit 2005 um 22 % gestiegen. Auf je 100 DAK- Versicherte im Südwesten kamen 0,3 Fälle (2009). Gründe seien Stress sowie Schicht- und Abendarbeit.

Den Ärzten fehle es oft an Wissen um mögliche Folgen - Depressionen, Infektionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen - und um Vorbeugung. Aber auch die Betroffenen nähmen zu wenig Hilfe in Anspruch. DAK-Landeschef Saur rät Firmen, ihre Beschäftigten an der Planung der Arbeitszeiten zu beteiligen und von der Kasse finanzierte Stressmanagement- und Entspannungstrainings anzubieten. "Chronische Schlaflosigkeit ist kein harmloses Lifestyle-Problem, sondern muss sehr ernst genommen werden."

 

Nach einer Umfrage unter 200 Baden-Württembergern zwischen 35 und 65 Jahren ist jeder zweite von Schlafstörungen betroffen. Medizinisch relevant werden sie laut DAK, wenn sie länger als einen Monat dauern und mindestens dreimal pro Woche auftreten und sich störend auf den Beruf auswirken. Mit solchen hochgradigen Schlafproblemen haben laut Saur knapp 10 % der Erwerbstätigen zu tun - mehr als 500 000 Menschen zwischen Main und Bodensee. "Menschen, die übermüdet arbeiten, leisten weniger und verursachen mehr Unfälle", resümierte Saur. Er warnte vor der längerfristigen Einnahme von Schlafmitteln, die Abhängigkeit nach sich ziehen könne.

3.6.2010: Fachbegriffe rund um das Thema „Schlafen“.

 

Insomnie:                         Schwierigkeiten beim Einschlafen, Störungen des Durchschlafens und vorzeitiges Erwachen

Schlaf – Apnoe – Syndrom: Atemstillstände im Schlaf

Hypersomnie:                   übermässiges Schlafen

Parasomnie:                     Schlafwandeln (Somnambolismus), Alpträume, nächtliches Aufschrecken (Pavornocturnus)

Restless – Legs – Syndrom: unruhige Beine, oft abends  und nachts

Bruxismus:                        Zähneknirschen


 

7.6.2010: Chronischer Schlafmangel mindert Leistung drastisch (Quelle: apn)

 

Chronischer Schlafmangel kann die Leistungsfähigkeit drastisch beeinträchtigen, haben Forscher der Universität Harvard festgestellt. Regelmäßiges dauerhaftes Wachbleiben verlangsame die Reaktionszeit ihrer Studie zufolge um das bis zu Zehnfache. Im Gegensatz zu einem gelegentlichen Schlafdefizit lasse sich chronische Übermüdung auch durch besonders lange Ruhepausen nicht ausgleichen. Dieses Resultat deutet darauf hin, dass stark belastete Berufsgruppen wie etwa Schichtarbeiter, Fernfahrer oder Ärzte anfälliger für Fehler und Unfälle sind. Die Teilnehmer des mehrwöchigen Versuchs mussten immer wieder 33 Stunden wach bleiben und durften danach aber stets zehn Stunden schlafen. Dies entspricht einer Ruhezeit von 5,6 Stunden pro Tag. Zunächst schnitten die Probanden nach 10 Stunden Schlaf im Reaktionstest noch gut ab. Aber mit zunehmender Studiendauer reagierten sie von Mal zu Mal langsamer.